Wenn Kinder keinen Stress haben

Die Schule beginnt nach sechs Wochen Ferien wieder und damit der allbekannte Stress: früh aufstehen, Kinder wecken, kontrollieren, ob sie wach geworden sind, wieder wecken, Zähne putzen schicken, kontrollieren, ob sie Zähne putzen sind, zum Frühstück rufen, in die Zimmer gehen und zum Frühstück holen… Ich könnte diese Kette endlos weiter schreiben und denke mir, jeder von Euch kennt es. Und auch jeder nimmt sich jede Ferien vor, es diesmal nicht so an sich rankommen zu lassen. Ich habe in diesen Ferien richtig bewusst gespürt wie lang doch die Tage eigentlich sind und damit rückschließend wie wichtig eine Arbeit ist, die Spaß macht. Dort verbringen wir soviel Zeit, dass es eine große Verschwendung wäre, diese mit etwas zu verbringen, was keinen Spaß macht. Ich habe kein Patentrezept wie sich Stress vermeiden lässt, denn auch ich neige dazu, mich von solchen Wellen mitreißen zu lassen. Wer mich in den meisten Fällen zurück holt, sind die Kinder. Heute habe ich Nr 3 geduscht und mir war es wichtig, dass alle heute pünktlich im Bett liegen. Tja, aber dieses Anliegen habe auch nur ich verfolgt. Während ich ziemlich nervös darauf wartete, dass er seinen Kopf zum Abspülen des Haarshampoos nach hinten beugt, fand er die Seifenblasen, die sich in seinen Armbeugen bildeten sehr interessant und dachte mit keiner Silbe ans Abspülen. Heute habe ich die Dusche beiseite gelegt und ihn beobachtet. Ob ich das in den nächsten Tagen auch schaffe…ich bezweifle es…leider. Während seiner Beobachtung dieser Seifenblasen ist doch soviel passiert: er hat entdeckt woraus man sie herstellen kann, wodurch sie immer größer werden und natürlich wie man sie zerstören kann. Und da sind wir wieder beim Thema: Kinder lernen, wenn sie Spaß haben. Ich hätte diesen Lernprozess unterbrochen und ihm die Freude daran genommen. Ja es ist eine Gradwanderung zwischen konsequent sein und Kind Kind sein lassen. Wenig später nahm er eine Plastespritze in die Hand, befüllte sie mit Wasser und fand sich in der Physik wieder, die mein komplettes Bad unter Wasser setzte. Ja, da war dann meine stille Beobachtung sehr schnell vorbei und wurde zur lauten Konsequenz. Ich sag ja: eine Gradwanderung. Manchmal, nein, sehr oft versuche ich mich in die Kinder hinein zu versetzen…besonders in Nr 3😂 Sparen ist nicht unbedingt sein Lieblingswort. Schnelle Bedürfnissbefriedigung dann schon eher. Gestern wollte er unbedingt, dass ich ihm eine Zeitung kaufe. Da ich dann hätte vier kaufen müssen zwecks der Gerechtigkeit, wurde sein Wunsch meinerseits abgelehnt. Abends präsentierte er uns stolz einen Zahn in der Hand. Alle freuten sich, denn das ist jedesmal ein großes Ereignis. Seine Worte: “ jetzt brauche ich nur noch einen Euro, um mir die Zeitung zu kaufen“. Wer ihn kennt, weiß was jetzt kommt. Ja, er hatte heute morgen seinen zweiten Zahn in der Hand…Nr 2 berichtete zuverlässig, dass Nr 3 seit 5Uhr dabei war, an seinen letzten Euro ranzukommen. Tja, was soll ich dazu sagen. Ja, ich kann mich in ihn hineinversetzen, aber was ist jetzt meine Konsequenz, damit er nicht jetzt schon eine eigene Ausbildung als Zahnarzt macht? Ich werde von der Zahnfee einen Brief schreiben lassen, habe ich mir überlegt. Sie wird ihm sagen, dass sie nur Geld bringen kann, wenn die Zähne von alleine ausfallen oder der Zahnarzt sie zieht. Zum Glück kommt er nicht allein zum Zahnarzt😂 und Nr 2 passt auf alles auf in unserem Haushalt.

Die Jugend von heute und Medien

Von Kinder für Kinder, aber auch Erwachsene…Da meine Seite sich rund ums Kind dreht, möchte ich voller stolz den ersten youtube Channel meiner Nr 1 vorstellen. Ich bin jedes Mal begeistert und fasziniert, wenn ich hinter ihm stehe und ihm dabei zusehen darf. Und ja😂 ich verstehe nicht einmal die Hälfte davon, aber hey, immer wenn er auch nur den Anschein macht mich auszulachen, erinnere ich ihn daran, dass ich ihm das Essen mit dem Löffel beigebracht habe. Haben Eure Kinder in dem Alter auch schon Fähigkeiten, die ihr gern hättet? Wusstet ihr, dass das HPI in Potsdam Programmierkurse für Jugendliche anbietet? Wir werden es ausprobieren. Hier findet ihr den Link zum Programm des HPI

https://hpi.de/open-campus/schuelerakademie.html

Minecraft ist das Spiel schlechthin für das Alter 10 aufwärts. Bei uns gibt es eine feste Computerzeit für alle die 11 Jahre und älter in der Familie sind. Das ist eine Stunde am Tag. Wir prüfen ziemlich genau was Nr 1 spielt und was er am Computer macht, denn das sind „neue“ Gefahren, die selbst wir Erwachsene nicht einschätzen können. Das Fab Lab in Berlin bietet Minecraft Hacking an, was mit Sicherheit auch sehr interessant für die jungen Leute ist. Minecraft erinnert mich an Tetris. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass es ein sinnvolles Spiel ist, um viele Kompetenzen anzueignen bzw auszubauen. Deshalb darf Nr 1 auch eine Stunde damit am Tag verbringen. Es ist ein Kreativität förderndes Spiel, welches unheimlich viel Vorstellungskraft abverlangt. Die Motivation zu spielen wird aus selbst gesetzten Zielen erlangt. Wer mehr darüber erfahren möchte, ist hier genau richtig https://www.eventbrite.de/e/minecraft-hacking-lerne-programmieren-und-elektronik-mit-minecraft-und-pong-august-edition-berlin-tickets-34880724185?aff=erelexpmlt

https://www.eventbrite.de/e/minecraft-hacking-lerne-programmieren-und-elektronik-mit-minecraft-und-pong-august-edition-berlin-tickets-34880724185?aff=erelexpmlt

Weiterhin habe ich die Kurse in der Digitalwerkstatt gefunden. Sobald wir bzw Nr 1 diese drei belegt hat, werden wir seine Erfahrungen hier mitteilen.

http://www.digitalwerkstatt.de/berlin/

Wenn Männer (Un)recht haben

Nach 12 Stunden Autofahrt sind wir nun endlich im schönen zu Hause angekommen. Und ja, was soll ich sagen?! Natürlich kam es wieder genau so wie erwartet. Ab einer bestimmten Uhrzeit ging das Sitzen auf den gepackten Koffern los, um bloß nicht eher als „Mann“ gesagt hat, loszufahren. Die Kinder wurden immer unruhiger und meine ALI-Methode immer zerbrechlicher (aushalten, Lächeln, innehalten😂). Zwischendurch kam noch die selbstsichere Idee am besten erst loszufahren, wenn es dunkel wird. An dieser Stelle heißt es für uns Frauen „jetzt bloß nichts Falsches sagen“. Den Mann in seinem Ideenkonstrukt belassen bis er eigenständig mitteilt, dass sein erster Vorschlag viel besser sei. Wenn wir Frauen in dem Moment den Fehler machen und mitteilen wie wir es machen würden, haben wir verloren und fahren „aus Prinzip“ erst Mitternacht los. Die Kinder haben die Fahrt über geschlafen, Mann saß am Steuer und Frau blieb krampfhaft wach, um im Notfall eingreifen zu können…der natürlich bei Mann NIEMALS eintritt, sondern pure Übertreibung von uns Frauen ist. Ach ja mit dem Argument, dass wir die Situation falsch einschätzen, weil wir zu emotional sind😂🖒. Pünktlich eine Stunde vor Ankunft 04.30Uhr erwachte das Innere des Autos zum Leben mit der einstimmigen Meinung: “ aber wir schlafen jetzt zu Hause nicht mehr! Wir haben ja die ganze Nacht geschlafen.“ Damit haben sie Recht und wir sind mitten im Kampf unsere Selbst: schlechtes Gewissen der Elternrolle vs akutem Schlafmangel. Ich hätte auf der Stelle beim aussteigen mich gegen den Zaun des Nachbarn lehnen können und wäre eingeschlafen während die Kinder sich über ihre Zimmer freuten und völliges Unverständnis zeigten als es hieß: noch mal hinlegen. Unser Tag lief heute auch entsprechend. Die Kinderstimmen vernahm ich wie unter einer Glocke, die Wäsche sortierte ich nach Schema F – gut, dass ich das täglich mache, somit sind die Synapsen für diesen Ablauf geschlossen und automatisiert simd und Essen kochen stellte sich als größte Herausforderung dar. Am Abend fragten die Kinder, was denn los sei und ich erklärte ihnen, dass ich einfach nur müde bin und überhaupt nicht mehr aufnahmefähig bin. Daraufhin Nr 1: “ Dann schick uns doch ins Bett Mama“ 😂 …ähm war das nicht meine Idee vor 12 Stunden…?

Kindersport 10.09.17

Am 10.09.2017 ist es nun so weit. Die Kindersportstunde startet 09Uhr im Bugapark. Treffpunkt ist der Eingang am Wasserspielplatz. Wer aus dem Kirchsteigfeld kommt, lässt sich eine Mitnahme für eine begrenzte Teilnehmerzahl organisieren. Also wer zuerst kommt, malt zuerst 😉 Die Stunde kostet 10Euro, 15Euro mit Transport. Sollten Eltern Interesse an einer eigenen Sportstunde haben, bitte kurze Info bei der Anmeldung. Eventuell lässt sich bei genug Teilnehmern etwas organisieren. Bitte meldet Euch über die Kontaktmail kindermeer@mail.de an.

WICHTIG: ANMELDUNGEN BITTE BIS 02.09.17 über die Internetseite http://www.kindermeer.com mit NAME, ALTER, TRANSPORT – begrenzte Plätze!

Sport für Kinder

Sport und Gesundheit

Bewegung

Koffer packen, Urlaub, Wäsche waschen

Wie fährt man am besten 11 Stunden mit vier Kindern nach Hause? Am besten man richtet sich im Urlaubsort den neuen Wohnsitz ein😂 Den halben Hausstand hat man ja sowieso als Großfamilie eingepackt, so dass man sich quasi nur noch ummelden muss😂 Wir werden es heute das erste Mal so machen, dass wir Abends los- und die Nacht durchfahren. Ein bisschen grault es mich davor auf gepackten Koffern den ganzen Tag zu verbringen mit Kindern, die eine Nase für gestresste Eltern haben. Die Koffer habe ich gestern Abend bereits gepackt und der Papa das Tetrisspiel am Auto gespielt. Die mitgebrachten Spielekisten haben die ganze Woche keinerlei Beachtung geschenkt bekommen und pünktlich zum einpacken wurden sie heute zum Leben erweckt 😂🖒 Plötzlich hieß es mitten im Packstress: “ oh Schiffe versenken haben wir den ganzen Urlaub noch nicht gespielt. Wozu haben wir das überhaupt dabei?“ Und schwups wurden sämtliche Stifte aus allen Taschen gekramt und auf Verständnis, dass wir keine Zeit zum spielen haben, konnten wir nicht hoffen. Auch Pentago mit gefühlten 100 Murmeln wurde ausgepackt so dass das Koffer heruntertragen unter erschwerten Bedingungen stattfand. Jetzt sitzen wir am Pool, die Kinder haben ihren Spaß und ich bin im Kopf schon am Wäsche sortieren. Meine Homepage ist online, die erste Kindersportstunde geplant und ich grübele wie ich ein Kontaktformular bastel. Nach schwimmen ist mir überhaupt nicht zu Mute. Aber daran sieht man wieder, dass Kinder in einer unbeschwerten Welt leben und das ist auch gut so!

Nicht geschimpft ist auch gelobt

Jeder kennt sicherlich den Werdegang einer nicht funktionierende Beziehung: anfangs ist alles gut und mit der Zeit fühlt man sich zunehmend unwohl, viele Faktoren passen nicht mehr zusammen und wenn man sich davon nicht trennt, riskiert man, dass man krank wird. Es ist vergleichbar mit der Arbeit. Anfangs passt alles und mit der Zeit passt der Chef nicht oder die Anforderungen verändern sich entgegen den eigenen Stärken und Interessen. Ich habe genau diesen Werdegang erlebt.

Vor acht Jahren habe ich bei Deutschlands ersten Dienstleister am Markt begonnen. Ich hatte eine tolle Teamleiterin, die meine Stärken schnell erkannte und mich entsprechend einsetzte. Es gab positives Feedback und ich erhielt schnell Verantwortung, die mich motivierte gern zur Arbeit zu kommen und trotz der drei Kinder auch mal länger zu bleiben.

Mit der Zeit änderten sich die Teamleiter und auch die Anforderungen des Unternehmens an seine Mitarbeiter. Ich bin jung und der Meinung, dass Veränderungen wichtig und unabdingbar sind, aber nicht nur in Bezug auf die Mitarbeiter und Ziele, sondern Hand in Hand mit den Führungsstilen. Flexible Arbeitszeitmodelle auf dem Papier bringen rein gar nichts, wenn Mitarbeiter sich immer wieder bzw überhaupt erst erklären müssen, warum sie diese in Anspruch nehmen müssen. Bei meinem persönlichen Beispiel, stand in dem Papier die Voraussetzung für flexible Arbeitszeitmodelle das Vorhandensein eines Kindes. Bei mir waren es vier! und ich saß jedes Jahr mit Teamleitern, Bereichsleitern, Personalberatern zusammen und musste mich erklären wie ich der Meinung sei, diese überhaupt zu nutzen. Und das allerbeste waren jedes Jahr bei den Gesprächen die Lösungsvorschläge dieser „fremden“ Menschen für die Organisation meines Privatlebens, um nicht flexible Arbeitszeiten nutzen zu müssen. Das Paradoxe an dieser Sache ist, dass ich in den zwei Stunden früh von zu Hause mehr gearbeitet habe als Mitarbeiter, die ab 6Uhr vor Ort sind und zwei Stunden Zeitung lesen, Kaffee trinken und sich über den vorherigen Tag unterhalten. Das macht man ein paar Jahre mit, aber nicht auf Dauer. Es gibt sehr viele nützliche Seiten im Netz, die die krankmachenden Faktoren zusammenfassen.

Wertschätzung:

Wird das, was Du tust, nicht gewertschätzt, siehst Du irgendwann den Sinn in der schnellen und ordentlichen Aufgabenerledigung nicht mehr. Du fängst an, Dich zu langweilen und bist völlig unterfordert. Auch durch Eigeninitiative kannst Du diesen Zustand nicht ändern – einer der Faktoren, die krank machen. Oft habe ich mit meinen Teamleitungen über den Sinn und Unsinn meiner Tätigkeit gesprochen und sehr deutlich mündlich und schriftlich mitgeteilt, dass mir der stärkenorientierte Ansatz, die Herausforderung sowie die Wertschätzung meiner Tätigkeit fehlt und doch ließ es sich nicht ändern. Von Tag zu Tag fiel mir der Weg zur Arbeit schwerer. Auf den Fluren gab es nicht einen lächelnden Mitarbeiter mehr, der Unmut eines Jeden war förmlich hinter jeder verschlossenen Tür zu spüren.

Kommunikation:

Kommunikation ist sehr wichtig, um ein Team, eine Organisation am Laufen zu halten. In meiner Organisation war von Kommunikation seit Jahren nicht mehr zu sprechen. Die Mitarbeiter verbarrikadierten sich hinter ihren verschlossenen Türen und lebten nach dem Motto „Du siehst mich nicht, Du hörst mich nicht, also lässt Du mich in Ruhe“. Veränderungsprozesse waren auf Grund der vielen Hierarchieebeben alles andere als transparent und mehr Schein als Sein. Auf dem Papier stand „Bottom up“, also von unten nach oben. Den Mitarbeitern an der Basis wurde durch Workshopteilnahmen suggeriert, dass sie mitentscheiden dürfen. So die Theorie…Die Praxis vollzog sich anders. Man nahm an Workshops teil, doch dieses Ergebnis hat die Geschäftsführung so nie erhalten, da zunächst die Bearbeitung der einzelnen Hierarchieebeben mit ihren individuellen Bedürfnissen stattgefunden hat und am Ende ein mehrfach gefiltertes Ergebnis rauskam. Dass keiner der Mitarbeiter der Basis dahinter stehen konnte, liegt auf der Hand. Auch der daraus folgende Teufelskreis war vorauszusehen. Bottom up … nicht mit mir. Am Ende muss ich mich für Dinge rechtfertigen, die ich nie wollte. Kommunikation: wenn Menschen nicht dort abgeholt werden, wo sie sich befinden, verliert man sie und damit ein ganzes Leistungspotenzial.

Identifikation:

Ich gehe gern zur Arbeit, wenn ich mich mit ihr identifizieren kann. Das Unternehmen ist ein Dienstleister, sprich die Arbeit FÜR und MIT dem Menschen. Die montäglichen Auswertungen bezogen sich allerdings ausschließlich auf Zahlen. Jetzt kann man sagen, dass man daraus viel ablesen kann. Da gebe ich Recht. Aber Dienstleistung hat wenig mit Zahlen zu tun, sondern mit täglichen Schicksalen, mit menschlichen Herausforderungen und mit Identifikation. Ich konnte mich nicht mehr mit diesem Unternehmen identifizieren. Im 21. Jahrhundert müssen weiche Ziele geschaffen werden, damit Mitarbeiter sich damit idenitifizieren können. Wenn Montags eine Zahl für Führungskräfte mehr wert ist als meine Arbeit als Mensch und mit Menschen, dann ist es Zeit einen Schlussstrich zu ziehen. Wenn in der hauseigenen Zeitung ein Artikel abgedruckt wird mit der Überschrift: nicht geschimpft ist auch gelobt, ist es Zeit zu gehen. Wenn um Dich herum die Menschen gesundheitlich wegbrechen wie die Fliegen, ist es Zeit zu gehen. Wenn Du niemanden mehr lachen siehst und es Dir selbst schwer fällt zu lächeln, ist es Zeit zu gehen. Wenn Führungskräfte misstrauen, ist es Zeit zu gehen.

Auslöser für meine Entscheidung war der Satz meines Mannes: „Wir können auch deine Niere entfernen lassen. Dann haben wir sehr schnell viel Geld und du ganz schnell wenig Gesundheit oder Du bleibst dort und wir haben den gleichen Zustand in 20 Jahren, der aber einen jahrelangen Leidensweg inkludiert.“

Ob ich die Entscheidung bereue? Ein ganz klares Nein! Sicher, der Job ansich, wenn ich ihn so ausführen könnte wie auf dem Papier gedacht, mein absoluter Traumjob. Aber nicht unter allen Umständen und allen Bedingungen. Mir tun alle leid, die diesen Blick auf ihre Gesundheit nicht haben und sich selbst unter Wert verkaufen in dem sie dort bleiben. Ich habe in den Jahren seeehr viele Menschen kennen gelernt, die viel mehr Potential haben, es dort aber nicht entfalten können. Ich bin froh, rechtzeitig die Reißleine gezogen zu haben und ENDLICH wieder mit meinen Kindern lachen kann, kreativ werde und mich wertvoll finde. Denn ich bin der vollen Überzeugung, dass ein Unternehmen wie eine Familie funktioniert . Ich lebe bei meinen Kindern nicht das Motto „nicht geschimpft ist auch gelobt“, denn Kinder müssen motiviert werden, sich wertvoll finden und gesehen werden, um sich entfalten zu können. So auch Mitarbeiter.

Nicht geschimpft ist auch gelobt und ungebetenes Feedback als wäre man ein schwer erziehbares Kind, führen weder kurz- noch mittel- noch langfristig zu einer Potentialentfaltung des Einzelnen. Das Gegenteil wird erzielt: innere Kündigung, keine Identifikation mit den geschäftspolitischen Zielen und damit absolut bremsende Wirkung für alle Abteilungen. Hier ist dringender Handlungsbedarf gefragt. Führungskräfte sind keine Führungskräfte, wenn Ihnen soziale Kompetenzen wie Empathie, Menschlichkeit und Wertschätzung fehlen. Eine Führungskraft, die lediglich die Erfolge an Zahlen abzeichnet, führt nicht lange. Entweder er wird von Alphatieren geführt und die Situation / ihre Situation gerät außer Kontrolle und die Führungskraft wird versuchen über Machtspielchen die Führung zurück zu erlangen oder seine Mitarbeiter kündigen innerlich und ziehen sich in Depression zurück. Gewonnen hat das Unternehmen dadurch rein gar nichts, außer der Aufrechterhaltung „nicht geschimpft ist auch gelobt.

Unzufrieden im Job

http://www.deutschlandfunkkultur.de/der-empathische-mensch-kann-kriege-verhindern.954.de.html?dram%3Aarticle_id=246057

Lernen muss Spaß machen – das alte Ägypten vs Internet

„Du musst das aber machen! Es ist für später wichtig.“ Kennt ihr diesen Satz Euren Kindern gegenüber? Spätestens wenn sie in der Schule sind, verwenden wir ihn fast täglich. Aber wissen wir denn, was später ist? Vor allem wie sich die Zeit entwickelt, ob das was wir Ihnen heute eintrichtern, für die spätere Zeit überhaupt sinnvoll ist? Sehr treffend sagte Nr 1 neulich als er in Geschichte das Thema Ägypten lernte und ich zu diesem Satz noch eingebaut habe: “ alles, was mit deinem Rechner zu tun hat, lernst du doch auch ohne dich hinzusetzen und zu lernen“ : „Mama, alles was mit meinem Rechner zu tun hat, macht mir auch Spaß. Da muss ich nicht mal lernen.“ Und genau dort liegt der Stein der Weisheit begraben. Kinder lernen, wenn sie Spaß haben, uns Erwachsene schließe ich von dieser Theorie nicht aus. Lernen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Bloßes Eintrichtern macht unsere Kinder nicht erfolgreich. Denn heutzutage müssen Kinder lernen, ihr Wissen anzuwenden. Sie fragen vielmehr als wir damals nach dem „Warum“. Warum muss ich das wissen, wofür brauche ich das. Im alten Ägypten gab es kein Internet. Heute werden wir von diesem dominiert. Fragt sich einer von Euch wie das alles funktioniert? Also ich, ehrlich gesagt nicht. Hauptsache ist, dass es funktioniert. Seit dem Nr 1 sich aber ausgiebig genau mit dieser Fragestellung beschäftigt, justiere ich meine Einstellung dazu. Natürlich ist es für diese Generation überlebensnotwendig zu wissen wie es funktioniert, damit sie handlungsfähig bleiben, wenn es mal ausfällt oder sie sich schützen können. Ganz bewusst ist es mir gestern in Venedig wieder geworden. Wir setzen uns in den Cafe mit Wifi. Alle Erwachsenen aktivieren dieses ohne nachzudenken. Nr 1 lädt sich zunächst eine App runter, die nicht zulässt, dass das WiFi auf seine Daten des Handys zugreift und ist völlig fassungslos darüber wie wir diese Sicherheitslücke einfach ignorieren können. Wir sitzen plötzlich da wie Kinder und schämen uns dafür. Niemand hat ihm das von uns beigebracht – einfach weil wir überhaupt nicht wissen, wie groß diese Welt ist. Er hat sich belesen, mit Freunden ausgetauscht und YouTube geguckt – weil er Spaß an der Sache hat. Wir Erwachsene kennen alle die Geschichte des alten Ägypten – er kann aber bereits jetzt in der heutigen Zeit überleben…..

Ein sehr interessanter Artikel hierzu:

Lernen muss Spaß machen

Kinder, Kultur & Co

Venedig, die Stadt der Liebe…Es sollte ein kultureller Ausflug werden, damit die Kinder nicht nur Strand sehen und auch etwas vom Land kennenlernen. Ja, auch das war wieder einmal sehr enthusiastisch gedacht und ohne die Rechnung der Kinder gemacht. Es fing schon an beim Kaufen der Tickets für 14 Personen. Nachdem wir eine halbe Stunde das Alter der 8 Kinder zusammen gepuzzelt -ja irgendwann weiß man es nicht mehr aus dem Stehgreif- haben und endlich an der Kasse standen, schlug das kleine Fenster direkt vor unserer Nase zu und wir durften uns in der nächsten Reihe von vorne anstellen – mit 8 Kindern ist Warten eine ganz besonders spaßige Angelegenheit🖒 Nr 1 ist mit seinem Handy beschäftigt und erzählt mir am laufenden Band technische Details in einer für mich nicht verständlichen Sprache, Nr 2 hört nicht auf den Grummelschlumpf zu spielen mit dem sich immer wiederholenden Satz: „ich hasse Städte angucken“. Während ich, auf dem einen Ohr Computersprachedolmetscher aktivierend verzweifle und auf der anderen Seite die Besonderheit Venedigs vorteilsübersetze, kriecht Nr 3 schon freudig unter der Absperrung durch und Nr 4 erzählt wie schön sie ist. Die Fähre kommt endlich an und alle anstehenden Menschen stürmen und drängeln, als wenn es Venedig in einer Stunde nicht mehr geben würde. Die Überfahrt dauert ca 40 Minuten und das erste, was sofort nach Ausstieg ansteht, ist……genau: PULLERN. In einer Stadt wie Venedig mit 8 Kindern genau das, was man sich wünscht. Am Markusplatz war das Gelbe bereits in den Augen zu sehen, so dass wir alles in Kauf genommen haben. 11 Euro-Bier gegen pullern 🖒 Danach geht es weiter durch die Gassen. Nr 1 immer noch in seiner mir miteilenden Hackerwelt, Nr 2 weiterhin am grummeln, Nr 3 sorgt für dauerhaften Schweißausbruch bei mir in dem er sich fortwährend außerhalb meines Sichtbereiches befindet und das mit kontinuierlicher Konsequenz und Nr 4 geht in jeden Laden rein, der glänzt und funkelt. Was wir von Venedig gesehen haben? NICHTS😂😂😂 Wir waren froh als wir wieder auf die Fähre steigen konnten, alle vier Kinder gezählt haben und im Auto später auch die vier Plätze mit den richtigen Kinder besetzt waren. Antwort der Kinder auf meine Frage, was sie von Venedig behalten haben: “ viele Menschen, Mama“ 😂😂🖒🖒 Ziel, Kultur näher zu bringen, erreicht.

Ausschlafen – was ist das

Ausschlafen – dieses Wort gibt es seit 12 Jahren nicht mehr für mich. Nr 1 war jeden Tag ab 04.30Uhr wach und ich habe mit ihm stundenlang Bücher angeguckt oder Spiele gespielt. Jeder sagte mir, dass es mit 3 besser wird, dann hieß es „wenn er in die Schule kommt“ und mittlerweile haben wir aufgegeben, daran zu glauben, dass unsere Kinder irgendwann einmal länger schlafen. Auch die Theorie, sie abends länger wach zu lassen, damit sie morgens länger schlafen, hat nie funktioniert.

Aber wenn man so früh aufsteht, hat man wenigstens vom Tag etwas. Irgendwie muss man es sich ja schön reden😂. Unsere Kinder haben einen festen Rhythmus und damit alle unsere Tage eine feste Struktur. Das erspart uns so einige Diskussion und wir haben mehr Platz für die schönen Dinge am Tag. Bei vielen Kindern und beiden Eltern Vollzeit berufstätig ist das unabdingbar. Und meiner Meinung nach brauchen Kinder das auch, um das Gefühl von Sicherheit zu haben. In der Woche stehe ich zwischen 4Uhr und 4.30Uhr auf, mache mich fertig und wecke 05Uhr die Kinder. Die haben dann eine halbe Stunde Zeit, um wach zu werden und anschließend eine halbe Stunde, um sich fertig zu machen. 06Uhr gibt es Frühstück bei uns. Oftmals fällt allen dann in regelmäßigen Abständen ein, dass sie den Tag davor ja mal ins Hausaufgabenheft hätten gucken müssen oder Whatsapp erinnert sie an den anstehenden Test, so dass die morgendliche Schule noch eingebaut werden muss. Hier ist Kreativität gefragt: abfragen beim Zähne putzen, wiederholen beim Frühstücken und nochmal durchlesen während der Fahrt in die Schule 😂 Als ich noch meinen alten Job hatte, war ich teilweise 05Uhr schon arbeiten, sie haben sich mit Hilfe meiner Schwester allein fertig gemacht und ich bin kurz nach 07Uhr schnell nach Hause, um sie in die Schule zu bringen. Na ja, ich sag nur „flexible Arbeitszeiten“. Hätte ich in der Zeit von zu Hause aus arbeiten dürfen, wären sie nicht allein gewesen bzw hätte ich nicht die Familie einspannen müssen und ich persönlich weniger Stress und damit mehr GESUNDHEIT. Wenn ich die Kinder in der Schule und Kita abgesetzt habe, bin ich arbeiten gefahren. Natürlich im Kopf schon die Planung des Nachmittags mit Kinder abholen, Wäsche aufhängen, die Kinder zum Hobby oder Freunden bringen oder wenn es ansteht, Ärzte, Kieferorthopäden oder Lidl abfahren. Die Nachmittage sind mit vier Kindern sehr sehr kurz, denn man hat nicht viel Zeit, um all das unterzubekommen. Oft nimmt die Schule sehr viel Raum ein, denn man kann nicht mit drei Kindern gleichzeitig Hausaufgaben machen, sondern muss auch hier unterschiedliche Zeitfenster einbauen. Am besten sind dann die Fragen von Vorgesetzten: “ warum müssen sie eigentlich immer so früh zu Hause sein“ 😂😂😂 Joa, weil mir die Arbeit keinen Spaß macht und ich frühen Feierabend liebe. Da prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hierzu ein sehr interessanter Artikel in den Links. 17.30Uhr gibt es Abendessen bei uns. Uns ist es wichtig, dass wir Frühstück und Abendessen gemeinsam einnehmen, denn das ist die Zeit des Austauschens. Jeder kennt die Antwort auf die Frage nach der Schule „wie war es?“ „Mmh ok“. Beim Abendessen sprudelt alles raus und am besten alle gleichzeitig, so dass ich mich jedes Mal frage, ob das Erinnerungsvermögen bei Kindern erst später einsetzt 😂. Nr 4 geht 18.30Uhr ins Bett, Nr 3 19Uhr, Nr 2 19.30Uhr und Nr 1 20Uhr. Das Schöne an dieser Regelmäßigkeit ist, dass es hierüber keinerlei Diskussion gibt. Ab 20Uhr ist es dann mein Abend. Klingt luxuriöser als es ist. Oft baue ich hier den Sport ein, manchmal Freunde und meistens aber genieße ich die Ruhe. Alle Freunde wissen, dass ich erst ab 20Uhr ansprechbar bin. Wer viele Kinder hat, kennt bestimmt auch die begrenzte Aufnahmefähigkeit an Wörtern. Ich habe in der Dienstleistung gearbeitet, viel telefoniert und mit sehr vielen Menschen zu tun gehabt. Nachmittags bis Abends dann die vielen Belange der Kinder, so dass ich Abends einfach überhaupt nicht mehr aufnahmefähig war. Deshalb ist es umso wichtiger für mich, ab 20Uhr diese Elternzeit zu haben, um Kraft und Energie für den nächsten Tag zu schöpfen. Meinen Kindern habe ich schon mitgeteilt, dass ich bei Ihnen später dann mal früh 5Uhr klingel und sage, dass mir langweilig ist und sie mit mir spielen sollen 😂. Ihr fragt Euch jetzt bestimmt: und wo bleibt der Papa? Der arbeitet in der Woche woanders und hat auch sehr viel zu tun. Wir telefonieren tagsüber immer mal wieder kurz miteinander, wenn es passt, tauschen die wichtigsten Dinge aus und den Rest dann am Wochenende. Aber es gibt auch Tage, an denen weder sein noch mein Ablauf miteinander korrespondiert, so dass wir uns gar nicht sprechen. Komisch für viele, normal für uns😎

Jetzt im Urlaub schaffe ich es tatsächlich bis 07Uhr zu schlafen ohne dass die Kinder spielen wollen oder ihnen langweilig ist.

Heute geht es nach Venedig und wir freuen uns schon alle darauf!

Sicherheit und Orienntierung im Alltag

Vorbild sein

Konsequenzen

Struktur für Kinder